Obstkorb fürs Büro

Was sind denn das für Früchtchen?!

Doping beim Arbeiten ist ganz legal – mit dem Früchtekorb im Büro. Viele Firmen lassen ihn regelmässig für die Mitarbeiter liefern. Hier sollten nicht nur Figurbewusste häufiger zugreifen, denn die bunten Leckereien liefern Power, sind gut gegen Stress und können sogar helfen, Krankheiten vorzubeugen.

Apfel – knackiger Typ

Ist wieder einmal einer dieser Tage, an denen Sie am liebsten in die Tischkante beissen würden? Schlagen Sie die Zähne lieber in einen Braeburn. Der Ballaststoff Apfelpektin ist gut für die Herzgesundheit und kann laut einer US-Studie sogar Schlaganfällen vorbeugen. Dazu gilt der Apfel als schneller Energielieferant und Sattmacher. Die meisten Vitamine und Mineralien stecken übrigens tatsächlich in und direkt unter der Schale. Also bitte nicht schälen.

 

Banane – reine Nervensache

Werden Sie zur Diva, wenn Sie Hunger haben? Schnappen Sie sich statt eines Schokoriegels lieber eine Banane. Am besten schön reif, aber noch nicht zu braun. Dann enthält sie mehr kurzkettige Kohlenhydrate als eine grüne Banane – die sorgen für schnelle Energiezufuhr. Dazu sind noch mehr Vitamin B und C erhalten als bei überreifen Früchten. Ausserdem liefert sie viel Kalium, was gut für den Blutdruck ist. Ein Leichtgewicht ist die Banane nicht gerade mit 88 kcal pro 100 g. Aber das ist immer noch eine bedeutend bessere Bilanz als die des Schokoriegels.
 

Aprikose – besser sehen, besser aussehen

Sie haben den ganzen Tag auf den Bildschirm gestarrt und haben trockene Augen? Sagen Sie mal «A» – und dann stecken Sie sich drei Aprikosen in den Mund. Nacheinander, versteht sich. Und schon haben Sie Ihren Tagesbedarf gedeckt an – genau, Vitamin A. Es fördert den Aufbau und die Funktion des Sehvorgangs. Wer genug davon isst, schmeichelt aber auch den Augen anderer: Denn es unterstützt auch die natürliche Schönheit, indem es Haare und Fingernägel kräftigt und die Haut vor dem Austrocknen schützt.
 

Erdbeere – die Saison-Arbeiterin

Zitrusfrüchte haben am meisten Vitamin C? Von wegen: Die Erdbeere schlägt mit 65 mg/100 g die schon üppig ausgestatteten Kolleginnen aus dem Süden in dieser Disziplin. Wer im Winter das Immunsystem stärken will, greift zu Orange und Co. Dem nahenden Sommerpfnüsel hält man einfach die kleine Rote entgegen. Schon eine grosse Handvoll Erdbeeren deckt den Vitamin-C-Bedarf eines Tages.
 

Trauben – für immer jung

Glaubt man allen Studien, müssten Trauben gegen ungefähr alles helfen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Falten, Übergewicht. Vor allem die roten, weshalb ja auch Rotwein so gesund ist. Fakt ist: Sie enthalten viel Traubenzucker, der bei Ermüdung und Konzentrationsschwäche hilft. Viele gute Eigenschaften besitzen auch die Kerne: Sie enthalten den Wirkstoff Resveratrol, der antioxidativ wirkt, weshalb Pharmafirmen mit ihm zum Thema Alterskrankheiten und Krebs forschen. Und Apotheken Anti-Falten-Cremes mit Traubenextrakt anpreisen.
 

Kiwi – die Schmerztablette

Der Sieger im Vitamin-C-Wettbewerb ist die fusselige Neuseeländerin. Die Kiwi hat fast doppelt so viel Vitamin C wie die Orange. Auch hier sitzen Vitamine und Mineralstoffe überwiegend in und unter der Schale. Deshalb sollte man sie besser nicht schälen, sondern auslöffeln. Der Frucht wird eine Wirkung gegen Spannungskopfschmerzen nachgesagt. Der Grund dafür: Sie enthält die Aminosäure Arginin, die gefässerweiternd wirkt.
 

Physalis – mit ihr läuft's

So klein und hübsch anzusehen mit dem Lampion, der sie umgibt, dazu schmeckt sie fein süss-säuerlich – so ist die Physalis schnell weggenascht. Aber sie überzeugt nicht nur mit Geschmack und Aussehen, sondern erspart den halben Einkauf in der Drogerie. In der Naturheilkunde ist sie wegen ihrer harntreibenden Wirkung bekannt. Damit ist sie ein gutes Helferlein bei Blasen-, Nieren- und Harnwegproblemen. In Afrika nutzt man ihre Blätter als Pflaster, weil sie wundheilende Stoffe enthalten.
 

Feigen – gut verdaut

Schon die alten Ägypter wussten um die wohltuenden Eigenschaften der süssen Frucht. Schon damals ass man sie, um die Verdauung zu regulieren. Feigen enthalten Enzyme, die die Darmtätigkeit anregen und bei Verstopfung helfen können. Dazu kommt ein hoher Anteil an Fruchtzucker. Wer süchtig nach Süssem ist und weniger Pralinen essen will, für den sind Feigen eine kalorienarme Alternative. Der natürliche Frucht­zucker ist weniger belastend als raffinierter Zucker, sättigt aber das Verlangen nach Süssem genauso gut und liefert ebenfalls viel schnelle Energie.
 

Trockenfrüchte – geballte Power

In getrockneten Früchten ballt sich – fast – alles Gute der frischen Frucht: Mineralstoffe wie Phosphor, Kalium und Eisen, Ballaststoffe und Antioxidantien. Trockenpflaumen fördern die Verdauung, und wer täglich Apfelringe isst, senkt seinen Cholesterinspiegel. Trockenfrüchte sind eine gute Alternative zu Süssig­keiten. Allerdings in Massen. Zum einen gehen beim Dörren viele Vitamine verloren. Vor allem aber enthalten Trockenfrüchte sehr viel Fruchtzucker und damit viele Kalorien.
 

Nüsse – gut im Futter

Nüsse bestehen in der Regel zu 50 bis 70 Prozent aus Fett. Und das soll gesund sein? Aber ja! Weil es sich hier um hochwertige Fette handelt, sogenannte mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind für den Zellaufbau im Körper nötig und stärken das Immunsystem. Am meisten davon enthalten Walnüsse. Dazu enthalten Nüsse besonders viel Vitamin E. Es hindert das «schlechte» Cholesterin LDL daran, sich an den Arterienwänden festzusetzen. Dazu liefern Nüsse Lecithin, was die geistigen Fähigkeiten ankurbelt – deshalb findet man sie mit dem Power-Lieferanten Trockenobst im Studentenfutter.

 

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