Gute Stimmung im Büro
Schon einfache Massnahmen können die Stimmung im Büro spürbar verbessern, und Assistentinnen und Assistenten spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind nahe am Team, erkennen Spannungen früh und können mit kleinen Initiativen das Betriebsklima positiv beeinflussen. Zehn HR-Tricks, die dabei Grosses bewirken können.
Ein positives Arbeitsklima ist kein Zufallsprodukt, es entsteht durch Aufmerksamkeit, Wertschätzung und gezielte Massnahmen. Gerade Assistenzen, die oft als Dreh- und Angelpunkt im Büro fungieren, können mit wenigen Mitteln viel zur Verbesserung der Stimmung beitragen. Dabei geht es nicht um kostspielige Initiativen, sondern um pragmatische, alltagstaugliche Ideen, die das Wohlbefinden im Team stärken. Die Impulse stammen aus dem Repertoire moderner HR-Arbeit – und lassen sich ohne grossen Aufwand auf Teamebene anwenden.
Die folgenden zehn Ansätze zeigen, wie sich durch kleine Veränderungen eine merklich bessere Atmosphäre schaffen lässt.
1. Begrüssungskultur pflegen
Ein freundlicher Start in den Morgen setzt den Ton für den ganzen Tag. Wer morgens konsequent alle Teammitglieder persönlich begrüsst – beispielsweise im Grossraumbüro oder per kurzer Nachricht aus dem Homeoffice –, signalisiert Wertschätzung für das Gegenüber. Diese einfache Geste schafft Nähe, fördert den sozialen Zusammenhalt und senkt Schwellen im Arbeitsalltag. Gerade Assistentinnen und Assistenten können hier eine Vorbildfunktion einnehmen und andere zu diesem Verhalten inspirieren.
2. Geburtstage und Jubiläen sichtbar machen
An persönliche Meilensteine zu erinnern, zeigt Interesse an den Menschen hinter den Funktionen. Eine kleine Geburtstagskarte, ein kurzer Applaus im Meeting oder eine interne Nachricht mit Glückwünschen haben eine grosse Wirkung. Assistenzen können dafür sorgen, dass solche Anlässe in einem Kalender erfasst und im Team kommuniziert werden. Für Dienstjubiläen bieten sich einfache Ehrungen, eine gemeinsame Kaffeepause oder ein Apéro fürs ganze Team an. Das stärkt die Bindung ans Unternehmen und fördert eine Kultur des Respekts.
3. Feedback-Runden organisieren
Regelmässiges Feedback fördert das gegenseitige Verständnis und hilft, Konflikte frühzeitig zu erkennen. Assistentinnen und Assistenten können informelle Formate wie monatliche «Stimmungsrunden» oder Feedback-Znünipausen koordinieren. Dabei sollen alle Anwesenden ihre Eindrücke zum Teamklima oder zur Zusammenarbeit teilen dürfen – freiwillig, aber offen. Eine neutrale Moderation, idealerweise durch die Assistenz, schafft einen sicheren Rahmen. Solche Runden erhöhen das Vertrauen im Team und fördern eine offene Kommunikationskultur.
4. Wertschätzung durch kleine Gesten
Ein Merci zur rechten Zeit kann Wunder wirken. Assistenzen können kleine Aufmerksamkeiten wie handgeschriebene Notizen, Süssigkeiten auf dem Pult oder Komplimente in der Kaffeeküche gezielt einsetzen. Diese Gesten zeigen: Deine Arbeit wird gesehen. Wichtig ist, dass die Anerkennung authentisch und situationsbezogen erfolgt. So entsteht eine Kultur des gegenseitigen Respekts, die das Betriebsklima nachhaltig stärkt.
5. Pausen aktiv gestalten
Pausen sind nicht nur Erholungsphasen, sondern auch soziale Begegnungsräume. Wer als Assistenz gezielt gemeinsame Pausen initiiert, etwa durch einen fixen gemeinsamen «Kaffee-Mittwoch» oder ein kurzes Stehkaffee-Treffen zum Wochenstart, fördert den Austausch unter Kolleginnen und Kollegen. Wichtig ist, dass diese Treffen freiwillig und niederschwellig bleiben. Solche Rituale stärken den Teamgeist und geben Raum für informellen Austausch. Das wirkt sich direkt auf die Atmosphäre im Büro aus.
6. Pflanzen und Farben einsetzen
Ein angenehmes Büroambiente trägt wesentlich zur Stimmung bei. Zimmerpflanzen, frische Blumen oder saisonale Dekorationen schaffen ein lebendigeres Umfeld. Assistentinnen und Assistenten können solche Elemente kostengünstig koordinieren und regelmässig auffrischen. Auch der gezielte Einsatz von Farben – etwa mit Postern, Notizzetteln oder Dekorationsgegenständen – beeinflusst das Wohlbefinden positiv. Einladende Räume fördern die Motivation und machen den Arbeitsplatz attraktiver. Da Geschmack individuell ist, sollte es aber nicht übertrieben werden.
7. Interne Informationen auflockern
Informationen müssen nicht immer trocken vermittelt werden. Wer als Assistenz interne Memos oder Newsletter mit einem Augenzwinkern oder einem inspirierenden Zitat versieht, sorgt für ein positiveres Leseerlebnis. Auch ein «Tipp der Woche» oder ein Fun Fact im Intranet können die Stimmung heben. Wichtig ist dabei eine gute Balance zwischen Seriosität und Lockerheit. So entsteht ein Gefühl der Zugehörigkeit, das über die reinen Inhalte hinausgeht.
8. Themenwochen initiieren
Eine Woche des Danke-Sagens, Mittagessen mit Überraschungspartnern oder eine Lächeln-schenken-Kampagne bringen Ab-wechslung in den Arbeitsalltag. Solche Themenwochen lassen sich mit wenig Aufwand planen und bringen spielerische Elemente ins Büro. Die Assistenz kann dabei Organisation, Kommunikation und Moderation übernehmen. Die Aktionen müssen nicht perfekt sein, entscheidend ist die Idee und das gemeinsame Erleben. Solche Impulse bleiben in Erinnerung und fördern ein positives Miteinander.
9. Raum für Anerkennung schaffen
Eine physische oder digitale «Wall of Appreciation» bietet Raum für gegenseitige Wertschätzung. Dort können Mitarbeitende Komplimente oder Dankesbotschaften für Kolleginnen und Kollegen hinterlassen. Assistentinnen und Assistenten können das Projekt aufgleisen und für regelmässige Sichtbarkeit sorgen. Auch ein wöchentlicher «Hero of the Week» lässt sich leicht realisieren. So entsteht eine Kultur, in der Leistungen nicht als selbstverständlich gelten.
10. Stimmungsbarometer etablieren
Kurze, anonyme Umfragen – auf Papier, über ein Online-Tool oder mittels Smileys – helfen, die Stimmung im Team greifbar zu machen. Assistentinnen und Assistenten können monatlich ein solches Barometer durchführen und die Resultate im Team anonymisiert besprechen. Das schafft Transparenz und eröffnet Raum für Verbesserung. Wichtig ist, dass Feedback keine Alibiübung bleibt, sondern kleine Massnahmen daraus abgeleitet werden. So signalisieren das Unternehmen und die Führungskräfte, dass sie das Wohlbefinden der Mitarbeitenden ernst nehmen.