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Wer Hard- und Software im Griff hat, hat mehr Zeit für die wirklich wichtigen Arbeiten. Kleine Kniffe, Tipps und Tricks, die das Leben einfacher machen.

Kleine Tastaturkunde

Wer viel tippt, benötigt eine ergonomische Tastatur. Ausschlaggebend für bequemes Tippen sind Parameter wie Grösse und Abstand der Tasten, die Position von Sonderzeichen bzw. Funktionstasten und die Einstellmöglichkeiten beim Neigungswinkel des Keyboards. Wesentlich ist aber auch die Art und Weise wie die Tasten sich anschlagen lassen. Wie tief muss man niederdrücken? Wie viel Druck ist nötig? Ist das taktile Feedback eher hart und präzise oder weich und schwammig? Wie laut klickt es?

Seit einigen Jahren sind die Notebook-artigen flachen Tastaturen weit verbreitet, die gerne mit dem Attribut «flüsterleise» vermarktet werden. Die flachen Tasten sind fast ohne Widerstand niederzudrücken, was sich zunächst sehr angenehm anfühlt. Wer jedoch dazu neigt, fest «in die Tasten zu hauen», ist damit nicht gut bedient, da jede Taste durch den extrem kurzen Schaltweg sofort auf den Kontaktsockel stösst und die Hand so jedes Mal einen kleinen Rückstoss spürt. Bei Tausenden Tastenbetätigungen pro Tag können nach einiger Zeit Beschwerden auftreten. Wer also zum robusten Anschlag neigt, benötigt tendenziell ein Keyboard mit hohen Tasten, die man tief niederdrücken kann, und die dem Finger einen gewissen Widerstand entgegensetzen.

Ein weiteres Kriterium ist das Klick-Geräusch. Manche Tastaturen geben bei jeder Betätigung ein deutlich hörbares Klicken von sich. Das vermittelt das Gefühl grosser Präzision, aber für empfindliche Ohren hört sich das unangenehm hart und fast metallisch scharf an. In diesem Fall sollte man Modelle wählen, die ein etwas weicheres akustisches Feedback produzieren. Sozusagen eher «Klock» als «Klick». Oder man greift zu Modellen, die von vornherein leiser sind.

Und wo findet man solche Tastaturen?

Der Hersteller Cherry lässt dem Kunden bei Tastaturen der MX-Serie die Wahlmöglichkeit bei der Eingabecharakteristik, indem er die Modelle mit unterschiedlichen «MX-Switches» anbietet. Der Begriff Switches bezeichnet die recht komplizierte Schaltmechanik unter der Tastenkappe, bestehend aus Stössel, Spiralfedern Kontakten und diversen Kleinteilen. Diese Mechanik entscheidet über die Eingabecharakteristik der Tasten.

Das sind die vier wichtigsten Switches.

  • Red Switch: Sehr leichtgängig, direkt und leise. Gut für Gamer geeignet.
  • Brown Switch: Benötigt etwas mehr Druck, relativ langer Schaltweg, liefert eher weiches Feedback, dezentes Klicken.
  • Blue Switch: Benötigt mehr Druck, lässt ein deutliches Klicken vernehmen. Ideal für Vieltipper, die gerne klickende Tasten hören.
  • Black Switch: Langer Schaltweg, straffe Spiralfeder, deutliches Klicken. Gut für Menschen, die schnell, fest und präzise tippen.
  • Die Versionen Red und Black sind auch mit zusätzlicher Dämpfung als Silent-Versionen erhältlich. Richtig lautlos ist aber keine Tastatur.

Die Cherry-Switches gibt es auch bei den Modellen anderer Hersteller. Achten Sie beim Kauf eines Keyboards auf die entsprechende Bezeichnung.

Weblink
https://www.cherrymx.de/

Mails und Message richtig einsetzen

Fast alle Unternehmen verwenden wegen der vielen Mitarbeiter im Homeoffice inzwischen auch Kommunikationsplattformen wie MS Teams. Die sind sehr praktisch, weil man mühelos zwischen Videokonferenzen, Telefonaten und Text-Chats wechseln kann. Doch wann nutzt man Chat-Messages und wann ist eine E-Mail besser? Hier gilt: Für Nachrichten, die gespeichert oder gar archiviert werden sollten – zum Beispiel, wenn es um die rechtsverbindliche Erteilung eines Auftrags geht –, ist E-Mail die richtige Wahl. All die anderen kurzen, flüchtigen Nachrichten des Alltags, verschickt man besser im Text-Chat. Das entlastet nebenbei auch das E-Mail-Postfach.

Noch ein Tipp: Viele Kollegen schreiben Mails, indem sie bei der Person, an die sie schreiben, zuerst die letzte Nachricht dieser Person öffnen und dann auf »Antworten» klicken. Das ist bequem, hat aber einen Nachteil. Und zwar dann, wenn Sie mit der Mail ein neues Thema eröffnen. Dieses erscheint dann nicht in der Betreff-Zeile. Da steht ja schon das Betreff-Thema des vergangenen Mailverkehrs. Sollten Sie aber Ihre Mail und die Antwort des Empfängers später einmal suchen, sind diese schwer zu finden. Deshalb gilt die Empfehlung: Öffnen Sie für jedes neues Thema eine neue Mail und schreiben Sie das Thema in die Betreff-Zeile. Wenn das jeweilige Thema in der Betreff-Zeile steht, sind die Mails später schnell wieder zu finden.

Apple iPhone: Individueller Vibrationsalarm

Beim iPhone können Sie nicht nur Klingeltöne individuell mit Kontakten verknüpfen, sondern auch das Muster des Vibrationsalarms individuell gestalten und mit einem Kontakt verbinden. Dann merken Sie an der Vibration, wer gerade anruft.

Das geht Apple-typisch sehr schnell und intuitiv. Rufen Sie einen Kontakt auf und tippen Sie in der oberen rechten Ecke auf «Bearbeiten». Wählen Sie «Vibration» aus. Hier bietet das iPhone Ihnen vorinstallierte Vibrationsmuster. Sie können aber auch eine persönliche Version gestalten. Tippen Sie dafür unter der Rubrik «Eigene» auf «Neue Vibration erstellen». Es erscheint ein neuer, leerer Bildschirm. Hier erstellen Sie durch Tippen ein bestimmtes Vibrationsmuster. Jetzt tippen Sie rechts unten auf «Stopp» und dann rechts oben auf «Sichern». Vergeben Sie einen Namen für das Vibrationsmuster, am besten gleich den des entsprechenden Kontakts. In den Kontakten tippen Sie nun unter «Klingelton» auf «Vibration» und dann auf die gerade erstellte Vibration.

Wenn Sie einen wichtigen Anruf oder eine Nachricht erwarten, können Sie zusätzlich ein Lichtsignal aktivieren. Das finden Sie unter «Einstellungen», «Bedienungshilfen». Dann in der Rubrik «Hören» unter «Audio/Visuell». Hier aktivieren Sie «LED-Blitz bei Hinweisen».

 

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Mehmet Toprak ist freischaffender Journalist.

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