Labeldrucker

Ordnung im Büro

Sie beschriften Aktenordner, Briefablagen und Schubladen. Etikettendrucker schaffen Ordnung am Arbeitsplatz. Miss Moneypenny stellt die besten Geräte vor und zeigt, worauf es beim Kauf ankommt. 

Wer heutzutage ans Thema Arbeitsplatz und Büro denkt, dem fallen sofort Schlagworte wie PCs, Tablets, Cloud Computing oder Smartphones ein. Die digitale Welt scheint den modernen Arbeitsplatz völlig zu beherrschen. Doch wer heute ein Büro betritt, sieht nicht nur PCs, sondern auch Aktenordner, Hängeregister, Mappen und Briefab-lagen. Nicht zu vergessen, den Locher, den Bostitch und den Klebband-Abroller. Alles Dinge, die es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Trotz der Euphorie um Internet und Smartphones funktioniert die Arbeitswelt eben nicht ohne «echte» Büroartikel. 

Damit auch ein bisschen Ordnung in die analoge Welt kommt, gibt es Etiketten- oder Labeldrucker. Mit ihnen kann man Aktenordner, Mappen, Briefablagen, Schubladen oder Hängeregister sauber beschriften. Manche Office Assistentin beschriftet ihren Klebband-Abroller mit ihrem Namen. Damit der nicht ständig wegkommt. 

Vorteile der Etikettendrucker

Praktisch ist die Technik aber nicht nur, weil sie hilft, Ordnung zu schaffen. Viele aktuelle Modelle verfügen über einen Datenspeicher. So kann man den Etikettentext einmal eintippen und dann beliebig oft ausdrucken. Ausserdem sieht ein sauber beschrifteter Aktenordner professionell aus. Ganz zu schweigen davon, dass bedruckte Etiketten besser zu lesen sind als die mit dem handschriftlichen Gekritzel.

Dabei dienen die aktuellen Geräte nicht nur zum Bedrucken von Etiketten. Man kann mit ihnen Barcodes und Adressaufkleber produzieren, Eintrittskarten und Namensschilder drucken (inklusive Firmenlogo), Tickets ausgeben oder sogar Armbänder bedrucken, die bei Konferenzen oder Events als Ausweis dienen. Und das ist noch lange nicht alles. Der Hersteller Casio etwa bietet für seine Etikettendrucker Schriftbänder an, die man an Elek-tro- oder Computerkabeln befestigen kann. Jeder, der schon mal unter den Schreibtisch gekrochen ist, um zu sehen, ob die Tastatur richtig eingesteckt ist, wird es zu schätzen wissen, wenn er im Kabelwust das gesuchte Kabel sofort erkennt. Noch ein Beispiel: Modelle von Epson drucken Namensschilder für Arbeitskleidung, wenn das entsprechende Tape eingelegt ist. 

Vielfalt der Druckmedien 

Dementsprechend bieten die Hersteller Druckmedien für eigentlich jeden Zweck an. Das reicht vom besonders stark haftenden Klebband über im Dunkeln leuchtende Aufkleber bis hin zum magnetischen Etikett, das an Metallregalen haftet. Egal ob Schriftband oder quadratischer Aufkleber, Papier oder Kunststoff, die Auswahl ist riesig.

Auch bei den Label- oder Etikettendruckern gibt es sehr unterschiedliche Konzepte. Für Gelegenheitsnutzer reicht vielleicht das batteriebetriebene, handliche Modell, das nach der Arbeit wieder in der Schublade verschwindet. Wer regelmässig Labels oder Etiketten produziert, ist mit einem Tischgerät besser bedient. Diese lassen sich via USB-Kabel an den PC anschliessen. So kann man das gewünschte Etikett am Bildschirm erstellen und mit beliebigen Schrifttypen gestalten. Manche Etikettendrucker verbinden sich drahtlos mit dem PC, einige Modelle kann man mit dem Smartphone über entsprechende Apps ansteuern.

Thermodruck-Verfahren

Die meisten Geräte arbeiten mit einem Thermoverfahren. Thermotransfer-Geräte nutzen eine hitzeempfindliche Folie. Der Druckkopf erhitzt die Folie an den Stellen, an denen Zeichen stehen. Diese werden sozusagen auf das Papier gebacken. Anders als bei herkömmlichen Druckern kommt weder Tinte noch Toner zum Einsatz. Beim Thermodirekt-Druck entfällt auch die Folie. Stattdessen kommt hitzeempfindliches Spezialpapier zum Einsatz. 

Geräte gibt es von den meisten Druckerherstellern wie beispielsweise Oki, Brother oder Epson sowie einigen Spezialherstellern wie Bixolon oder Dymo, die ihre Geräte auch für Branchen wie Logistik oder Gesundheits-wesen produzieren. Die Preise reichen von 50 Franken für den mobilen Etikettendrucker bis hin zu vielen Hundert oder sogar einigen Tausend Franken für programmierbare und besonders schnelle Tischdrucker. 

Schwierige Kaufentscheidung

Sie merken schon: Einen Etikettendrucker zu besorgen, kann ganz schön kompliziert werden. Denn die Auswahl an Geräten und Medien ist riesig. Vor der Anschaffung sollte man einige Fragen klären. Was soll beschriftet werden, welche Art von Etiketten benötigt man? Genügt ein Gerät für einfache Schriftbänder oder benötigt man ein leistungsfähiges Tischmodell, das viele Formate ausgibt? Wie hoch ist das monatliche Druckvolumen? Es ist wahrscheinlich gar keine schlechte Idee, zuerst auf das Verbrauchsmaterial zu schauen und zu überlegen, welche Art von Labels oder Etiketten bedruckt werden soll, und dann das passende Gerät auszuwählen. 

Egal für welches Modell Sie sich entscheiden, eines ist sicher: Auch in der digitalen Arbeitswelt mit ihren PCs, Cloud-Diensten und Tablets macht ein sauber beschrifteter Aktenordner immer noch eine gute Figur. 

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Mehmet Toprak ist freischaffender Journalist.

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