Multimedia

Wenn der Mac mit dem PC

OS X und Windows verstehen sich prächtig, wenn die richtigen Knöpfe gedrückt werden. Mit den folgenden Tipps funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den beiden Betriebssystemen reibungslos. 

Dateibezeichnungen

Egal, auf welche Art eine Datei ausgetauscht wird, einen Namen trägt sie immer. Sowohl OS X als auch Windows machen die Verwendung von verbotenen Zeichen unmöglich, weil sie die Eingabe einfach verweigern. Dieser Schutz wird jedoch ausgehebelt, wenn die Datei auf der anderen Plattform beschriftet wird.

Von Mac zu Windows

Unter Windows verbotene Zeichen wie / \ : * ? « <> | werden im Windows-Explorer automatisch durch ungefährliche Punkte ersetzt.

Von Windows zu Mac

Unter OS X ist der Doppelpunkt ebenfalls verboten. Ausserdem darf ein Name nicht mit einem Punkt beginnen; dieses Privileg ist den unsichtbaren Systemdateien vorbehalten. Wird einer Datei unter ­Windows trotzdem ein Punkt vorangestellt, bleibt sie auf dem Mac unsichtbar – und somit für den Nutzer unerreichbar.

Dateiformate

Jede Datei lässt sich zwischen den zwei Betriebssystemen kopieren, aber deshalb ist sie nicht automatisch lesbar. Unterdessen wimmelt es jedoch in beiden Welten von Programmen, die binärkompatible Dateien erzeugen – also Dateien, die sich ohne Konvertierung oder Reibungsverluste zwischen Macs und PCs austauschen lassen. Typi­sche Beispiele sind Filme im Format MP4, Fotos im Format JPG, Musik in den Formaten MP3 oder AAC und natürlich PDF-Dateien. Bei Programmen, die für beide Systeme angeboten werden (etwa Adobe-Software wie Photoshop), können Sie ebenfalls davon ausgehen, dass sich die Dateien ohne Konvertierung tauschen lassen.

Dabei müssen Mac-Anwender einzig beachten, dass die Dateierweiterung vorhanden ist, also zum Beispiel .jpg für JPEG-Dateien. Dieses Suffix ist beim Mac standardmässig ausgeblendet und für das Apple-Betriebssystem nicht zwingend notwendig. Wenn es fehlt, merkt man das meistens erst auf der Windows-Seite. Falls also eine Datei unter Windows nicht erkannt wird, prüfen Sie am Mac, ob die Dateierweiterung vorhanden ist. Klicken Sie im Finder auf die Datei und wählen Sie im Menü ABLAGE den Befehl INFORMATIONEN. Überzeugen Sie sich, dass bei NAME & SUFFIX die korrekte Erweiterung steht.

Office-Formate

Wenn Mac-Anwender überhaupt mit einer Software-Suite kompatibel bleiben müssen, dann ist es meistens Microsofts allgegenwärtiges Office-Paket. In solchen Fällen stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen.

Office für Mac

Die Anschaffung von Microsoft Office 365 für den Mac ist die naheliegende Lösung. Das Paket enthält die Kernprogramme Word, Excel, PowerPoint und Outlook. Daneben lassen sich zahlreiche weitere Programme wie OneNote oder OneDrive separat und kostenlos laden.

iWork

Jeder Mac wird mit den Apple-Programmen Pages (Textverarbeitung), Numbers (Tabellenkalkulation) und Keynote (Präsentationen) ausgeliefert. Diese Anwendungen öffnen auch Dateien von Word, Excel und PowerPoint. Für den Export wird im Menü ABLAGE der Befehl EXPORTIEREN angewählt, um die Datei Office-kompatibel zu sichern. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Apple-Programme nicht alle Feinheiten von Office verstehen und dass es deshalb bei komplexen Dokumenten zu Reibungsverlusten kommt.

PDF-Dateien als Vermittler

Wenn es lediglich um Inhalte, aber nicht um offene Dateiformate geht, empfehlen sich für den Datenaustausch PDF-Dateien. OS X kann diese Dateien systemweit erzeugen. Klicken Sie dazu im DRUCKEN-Dialog einfach auf die Schaltfläche PDF und wählen Sie im Einblendmenü den Befehl ALS PDF SICHERN.

Um angelieferte PDFs zu öffnen, kann natürlich der Adobe Reader für Macs heruntergeladen werden (get.adobe.com/de/reader); allerdings meistert diesen Job auch die Software «Vorschau», die fester Bestandteil von OS X ist.

Speicher gemeinsam nutzen

Macs und PCs verwenden dieselben Massenspeicher. Es gibt keine speziellen Mac- oder Windows-Festplatten. Der Unterschied besteht einzig im Dateisystem, das bei der Formatierung festgelegt wird: OS X verwendet HFS+, Windows hingegen NTFS und das ältere FAT.

Das Dateiformat eines Speichers lässt sich jederzeit ändern, doch dabei werden alle Daten gelöscht. Wenn keine Software von Dritt­anbietern benutzt wird, gelten die folgenden Regeln: Windows kann keine Mac-Massenspeicher lesen oder beschreiben. Anders bei OS X: Laufwerke lassen sich im FAT-Format lesen und beschreiben. NTFS-Laufwerke können zwar gelesen, aber ohne Zusatz-Software nicht beschrieben werden.

Kommentieren 0 Kommentare

Klaus Zellweger arbeitet beim Schweizer Computermagazin PCtipp.

Weitere Artikel von Klaus Zellweger
Log in to post a comment.

KOMMENTARE

ADD COMMENT