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8 praktische Bürotipps für mehr Gesundheit im Arbeitsalltag

Assistenzen sind oft die Drehscheibe des Unternehmens. Sie koordinieren, organisieren, priorisieren und behalten auch dann den Überblick, wenn rundherum die Hektik zunimmt. Genau deshalb ist es wichtig, auf die eigene Gesundheit und mentale Balance zu achten.

Viele Faktoren, die unser Wohlbefinden bei der Arbeit beeinflussen, liegen nicht direkt in unserer Hand. Andere hingegen schon. Mit kleinen, bewusst eingesetzten Gewohnheiten können Sie Ihre Konzentration stärken, Stress reduzieren und einen positiven Beitrag zur Zusammenarbeit leisten – für sich selbst und oft auch für Ihr Team. 

Die folgenden Bürotipps lassen sich ohne grossen Aufwand in den Arbeitsalltag integrieren und entfalten dennoch eine erstaunliche Wirkung.

1. Der Meeting-Check-in 


Wann anwenden? Zu Beginn von Teammeetings oder Besprechungen. 

Warum ist das hilfreich? Ein kurzer Check-in schafft Nähe, Transparenz und gegenseitiges Verständnis. Gerade in hektischen Phasen hilft es, die Stimmung und Belastung im Team sichtbar zu machen. 

So geht’s: Starten Sie das Meeting mit einer kurzen Frage, zum Beispiel: «Wie hoch ist dein Energiestand heute auf einer Skala von 1 bis 10?» oder «Was beschäftigt dich aktuell besonders?».

2. Meetings im Stehen 


Wann anwenden? Bei kurzen Besprechungen, Daily Updates oder Abstimmungen. 

Warum ist das hilfreich? Stehen fördert die Durchblutung, aktiviert den Kreislauf und hilft, wach und konzentriert zu bleiben. Gleichzeitig werden Besprechungen häufig kürzer und effizienter. 

So geht’s: Nutzen Sie höhenverstellbare Tische oder vereinbaren Sie bewusst, das nächste Kurzmeeting im Stehen durchzuführen. Am effektivsten und gesündesten ist ein regelmässiger Wechsel von Stehen, Sitzen und kurzen Bewegungen.

3. Das Geh-Gespräch 


Wann anwenden? Für Gespräche zu zweit oder informelle Abstimmungen. 

Warum ist das hilfreich? Bewegung und frische Luft fördern Kreativität, Konzentration und Wohlbefinden. Viele Themen lassen sich unterwegs überraschend leicht besprechen. Der Blick in die Weite tut zudem den Augen gut. 

So geht’s: Wählen Sie ein Gespräch, für das keine Unterlagen oder Bildschirme nötig sind, und verbinden Sie es mit einem kurzen Spaziergang.

4. Dankbarkeit bewusst pflegen 


Wann anwenden? Regelmässig, beispielsweise einmal pro Woche. 

Warum ist das hilfreich? Der Fokus auf Positives stärkt das Wohlbefinden und fördert eine wertschätzende Zusammenarbeit. 

So geht’s: Notieren Sie drei Dinge, die in der vergangenen Woche gelungen sind oder für die Sie dankbar sind. Noch wirkungsvoller: Teilen Sie Ihre Wertschätzung direkt mit der betreffenden Person.

5. Wertschätzung aussprechen 


Wann anwenden? Immer dann, wenn Ihnen etwas Positives auffällt. 

Warum ist das hilfreich? Wertschätzung stärkt Beziehungen, motiviert und verbessert das Betriebsklima. Gerade Assistenzpersonen erleben täglich, wie viel eine positive Zusammenarbeit bewirken kann. 

So geht’s: Machen Sie einer Kollegin, einem Kollegen oder Ihrer Führungskraft ein konkretes und ehrliches Kompliment. Wichtig ist, dass Sie benennen, was Sie besonders geschätzt haben.

6. Achtsamkeit in bestehende Routinen einbauen 


Wann anwenden? Täglich bei wiederkehrenden Tätigkeiten. 

Warum ist das hilfreich? Achtsamkeit hilft, den Kopf zu beruhigen und sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren. Gedanklich sind wir oft in der Zukunft oder Vergangenheit. Unser Gehirn ist aber am glücklichsten, wenn es wirksam sein kann. Dies geht nur im aktuellen Moment. 

So geht’s: Nutzen Sie eine bestehende Gewohnheit – etwa Händewaschen, Treppensteigen oder Kaffeeholen – und richten Sie Ihre volle Aufmerksamkeit bewusst auf diese Tätigkeit.

7. Die Stressspirale unterbrechen 


Wann anwenden? Bei Stress, Zeitdruck oder wenn alles gleichzeitig wichtig erscheint. 

Warum ist das hilfreich? Kurzes Innehalten unterbricht Stressspiralen und schafft Raum für bewusstes Handeln anstatt automatischen Reagierens. 

So geht’s: 
• Arbeit kurz unterbrechen 
• Sich zurücklehnen 
• Drei tiefe Atemzüge nehmen 
• Wahrnehmen, was um Sie herum geschieht 
• Spüren, wie es Ihnen gerade geht 
• Anschliessend bewusst zur Aufgabe zurückkehren

8. Die Perspektive wechseln


Wann anwenden? Bei Meinungsverschiedenheiten, Frust oder festgefahrenen Situationen. 

Warum ist das hilfreich? Wer die Sichtweise eines anderen versteht, reduziert Missverständnisse und verbessert die Zusammenarbeit. 

So geht’s: 
Notieren Sie: 
• Was ist meine gute Absicht? 
• Was könnte die gute Absicht der anderen Person sein? 

Oft entstehen dadurch neue Lösungswege und mehr gegenseitiges Verständnis. 

Gesundheit beginnt im Kleinen – und wirkt im Grossen 


Gerade Assistenzen prägen mit ihrem Verhalten die Zusammenarbeit im Unternehmen. Die hier vorgestellten Bürotipps helfen nicht nur dabei, die eigene psychische Gesundheit zu stärken. Viele von ihnen wirken sich positiv auf Meetings, Teamdynamik, Kommunikation und Arbeitsklima aus. 

Noch nachhaltiger wird die Wirkung, wenn Gesundheit nicht nur individuell, sondern auch auf Team- und Unternehmensebene gefördert wird. Denn gesunde Gewohnheiten entfalten ihre grösste Wirkung dort, wo die Rahmenbedingungen stimmen.

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Gerson Schärli leitet die Geschäftsstelle des Vereins «Gesundheits-Kompass KMU» und dessen Projekt «navital». Seit sechs Jahren ist er bei Gesundheitsförderung Schweiz für die Entwicklung von kundenzentrierten Angeboten für praxisorientiertes betriebliches Gesundheitsmanagement zuständig.
gesundheitsfoerderung.ch/betriebliches-gesundheitsmanagement

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