Dress for Success

Ganz mein Typ

Seit einiger Zeit hat Sabrina Baumann einen neuen Job in der Executive-Search-Branche und ist damit in einem neuen Metier gelandet. Sie ist unsicher, was sie bei der Arbeit tragen soll. Miss Moneypenny zog Farb- und Stilberaterin Susanne Abplanalp zu Rate.

Auch wenn ihr Bewerbungsfoto das vermuten lässt: Sabrina Baumann hat keine Angst vor Farben. Zur Beratung im B2 Hotel in Zürich kommt sie mit einem Sack voller farbenfroher Outfits. Ihre wichtigste Frage: Was davon kann sie im Business tragen? Die Assistentin arbeitet seit eineinhalb Jahren bei der Executive-Search-Firma Stanton Chase International. Zuvor war sie lange bei Sauber Motorsport AG in Hinwil, wo sie problemlos in Jeans und im T-Shirt zur Arbeit kommen konnte. Einen Dresscode hat sie an ihrem neuen Arbeitsplatz zwar ebenfalls nicht, sie wünscht sich aber trotzdem einen Look, der professioneller daherkommt.

Die Beratung beginnt mit einer Analyse des Farbtyps. Keine einfache Aufgabe. Denn die gefärbten Haare mit dem leichten Rotton verwirren etwas und lenken vom eigentlichen Farbtyp ab. Beraterin Susanne Abplanalp identifiziert sie schliesslich als Sommertyp. Das heisst, dass sie vor allem in kalten, matten Farben gut wirkt. Zu wissen, welche Farben den Teint zum Strahlen bringen, ist wichtig, weil in den falschen Farben vor allem das Kleidungsstück zur Geltung kommt. Im idealen Fall setzt die Kleidung aber die Vorzüge ihres Trägers in Szene. Das heisst nicht, dass bestimmte Farben verboten sind. Vielmehr kommt es auf den richtigen Ton an. Besonders die Kleidungsstücke in der Nähe des Gesichts sollten eine Farbe  haben, die den eigenen Typ unterstreicht. Ein schwarzer Business-Anzug kann mit einem ecru-farbenen statt einem weissen Oberteil in seiner Härte etwas gedämpft werden.

Neben der Farbe ist auch der Typ wichtig. Unterschieden wird zwischen dem klassischen, dem dramatischen, dem sportlichen, dem natürlichen, dem zierlichen und dem romantischen Typ. Nicht jedem stehen Rüschen und Blümchenmuster. Ebenso wie nicht jeder Typ in einem konservativen Business-Outfit gut aussieht (siehe Kasten).

Susanne Abplanalp sieht in Sabrina Baumann den natürlichen/sportlichen Typ mit einer zierlichen Nebennote. Laut der Expertin macht sie bereits vieles richtig, um ihren Typ zur Geltung zu bringen. Sie muss jedoch mit ihrem zierlichen Körperbau aufpassen, dass ihre Kleidung nicht zu locker sitzt. Da ihr Oberkörper eher lang ist, bieten sich kürzere Oberteile und Schuhe mit Absatz an, um die Propor-tionen auszugleichen.

Die sechs Typen im Business-Look

Nicht jeder Typ sieht in Businesskleidung auch gut aus. Am besten haben es Frauen vom klassischen Typ. Sie haben ausgewogene Proportionen und kommen, ohne sich gross anzustrengen bereits businesslike daher. Hosenanzug oder Deux-pièces stehen ihnen meist gut. Bei den anderen fünf Typen wird es da schon schwieriger. Um nicht verkleidet zu wirken, gibt es ein paar Tricks, mit denen die Brücke zwischen Business-Look und persönlichem Stil geschlagen werden kann.

Die Dramatische

Als dramatisch gelten vor allem grosse, schlanke Frauen mit knochigem Körperbau. Sie haben ausgeprägte Gesichtsformen und wirken immer etwas extravagant. Diese Eigenschaften lassen sich bei der Arbeit durch einen asymmetrischen Haarschnitt, eine ausgefallene Brille oder auffallenden Schmuck in Szene setzen.

Die Sportliche

Die Sportliche hat einen eher breiten Rücken und kräftige Schultern. Ihr Kinn ist oft eckig, die Stirn breit. Sie hat eher kräftige Beine und wirkt offen, sportlich und locker.  Der sportliche Typ ist in Jeans zu Hause – was im Business nicht immer funktioniert. Dort sollte sie stattdessen auf Hosen mit Elasthan zurückgreifen, die sind genauso bequem, wirken aber gepflegter. Für den Blazer bieten sich weiche Materialen wie Jersey an. Das wirkt weniger streng.

Die Natürliche

Dieser Typ ähnelt der Sportlichen, ist aber kleiner und dünner. Mit einem Blazer aus Baumwolle in angenehmem Schnitt kann die bequeme Kleidung der Natürlichen, nämlich Baumwollhosen und T-Shirt, aufgewertet werden und der Business-Look ist perfekt.

Die Romantische

Mit ihren weiblichen Formen, dem weichen, herzförmigen Gesicht und dem oft gewellten, weichen Haar wirkt die Romantische sehr weiblich. Das gilt es im Arbeitsumfeld eher abzudämpfen und dosiert einzusetzen. Die Romantische kann zum Beispiel mit einer verspielten Halskette und einem Oberteil in helleren Farben sowie weich fliessenden statt steifen Materialien weibliche Akzente setzen.

Die Zierliche

Sie ähnelt der Romantischen, ist aber kleiner und dünner. Sie setzt mit Vorteil helle,  schmeichelnde Farben ein (Blazer und Bluse) und trägt bei Schmuck, Handtasche oder Gürtel oder bei den Accessoires verspielte Elemente. Statt eines Blazers kann dieser Typ auch sehr gut ein Chanel- oder Bolero-Jäckchen tragen.

 

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Stefanie Zeng ist Online Redaktorin bei Miss Moneypenny. 

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