Reihe: Ehemalige Miss Moneypenny Coverdamen

Was wurde eigentlich aus... Elisa Ursula Krebs?

Elisa Krebs wurde im Miss Moneypenny Magazin 6/2014 porträtiert: dazumal als Executive Assistant & HR Manager beim internationalen Treuhand-Unternehmen Vistra. Seitdem hat sie ein paar Schritte die Karriereleiter hinauf gemacht.

Elisa Krebs, früher Odermatt, wurde im Miss Moneypenny Magazin 6/2014 porträtiert: dazumal als Executive Assistant & HR Manager beim internationalen Treuhand-Unternehmen Vistra. Seitdem hat sie ein paar Schritte die Karriereleiter hinauf gemacht: 2018 gründete sie als Co-Founder die Zifex GmbH und arbeitete bis 2021 als HR Business Partnerin & Consultant bei der Zifex GmbH in Zug. Parallel dazu war sie in der Zeit als Kursleiterin und Coach für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt tätig. Seit 2021 arbeitet sie beim Softwareentwickler Löwenfels Partner AG als Chief HR Officer. 



Schon 2014 stemmten Sie ein beachtliches Pensum und dieses ist in den letzten elfJahren nicht weniger geworden, wie es scheint. Welche Station empfinden Sie rückblickend als besonders nennenswert und weshalb?

Rückblickend waren mehrere Stationen prägend, jede auf ihre eigene Weise.
Bei Vistra habe ich meine ersten fundierten HR-Erfahrungen gesammelt und früh Verantwortung für zwei Standorte übernommen. Dieser «Sprung ins kalte Wasser» war anspruchsvoll, aber enorm lehrreich und hat meine operative Sicherheit im HR geprägt.

Als Mitgründerin der Zifex GmbH konnte ich meine Perspektive erweitern: Unternehmerisches Denken, Kundenverantwortung und die Arbeit in sehr unterschiedlichen HR-Kontexten haben mein Verständnis für wirksame HR-Arbeit stark vertieft. Parallel dazu hielt ich bewusst den Bezug zum Arbeitsmarkt, unter anderem durch Interviewtrainings und Coachings für Jugendliche und Erwachsene im Wiedereinstieg.

Bei Löwenfels bin ich heute Teil der Geschäftsleitung und habe den HR-Bereich organisatorisch wie inhaltlich neu positioniert; weg von einer rein administrativen Funktion hin zu einem strategischen Führungsinstrument. Ich verantworte HR ganzheitlich und kann aktiv Einfluss auf Haltung, Unternehmenskultur und Führung nehmen. Genau diese Gestaltungsfreiheit entspricht meinem Verständnis von moderner HR-Arbeit.

Ein entscheidender Wendepunkt war der Moment, als alle drei Kinder älter als zehn Jahre waren und sich der organisatorische Aufwand im Familienalltag deutlich reduzierte. Dadurch konnte ich mich gezielt auf meine berufliche Weiterentwicklung und den Executive MBA fokussieren – ein wichtiger Beschleuniger für meinen weiteren Karriereweg.

Was hat sich in den letzten Jahren in den HR-Abteilungen der Schweiz verändert?

HR ist deutlich digitaler, strukturierter und datenbasierter geworden. Viele administrative Tätigkeiten konnten automatisiert oder vereinfacht werden, etwa durch moderne ERP- und HR-Systeme. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung an HR gestiegen: Weg von reiner Administration, hin zu strategischer Beratung, Kulturarbeit und Leadership-Support.

Inwiefern vermissen Sie heute die Assistenz?

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Cover Miss Moneypenny 6/24

Ausgabe 6/2024 (Bild: Archiv)

Die klassische Assistenzfunktion vermisse ich nicht. Was mich jedoch bis heute begleitet, ist der ausgeprägte Dienstleistungsgedanke. Genau dieser ist auch im HR zentral: Eine professionelle, dienstleistungsorientierte HR-Abteilung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor – insbesondere im Recruiting, in der Betreuung von Führungskräften und in der langfristigen Bindung von Mitarbeitenden.

Inwiefern ist Vollzeitarbeiten für Eltern seit 2014 einfacher worden?

Es gibt heute deutlich mehr Betreuungsangebote als noch vor 20 Jahren, als ich für meinen ersten Sohn einen Kita-Platz suchte. Zudem haben viele Unternehmen ihre Haltung verändert: Teilzeitmodelle sind verbreiteter und akzeptierter, auch in qualifizierten Funktionen.

Bei Löwenfels beispielsweise ist das Verhältnis zwischen Teilzeit- und Vollzeitstellen nahezu ausgeglichen. Und für Eltern, die Vollzeit arbeiten, bieten Kitas heute längere Öffnungszeiten von bis zu zwölf Stunden. Das schafft mehr organisatorische Flexibilität, ersetzt aber keine familienfreundliche Unternehmenskultur.

Welchen Traum haben Sie sich in den letzten 12 Jahren erfüllt?

Ein Traum hat sich für mich erfüllt: Heute sitze ich am Entscheidungstisch und kann aktiv Einfluss auf Haltung, Unternehmenskultur und den Umgang mit Mitarbeitenden nehmen. Diese Gestaltungsmöglichkeit, Verantwortung zu tragen und Wirkung zu entfalten, entspricht genau meinem Verständnis von wirksamer Führung.

Haben Sie eine Anekdote, die Sie am liebsten auf Partys zum Besten geben?

Da ich schon immer selten auf Partys war, gibt es keine klassische Anekdote. Mein «Partyleben» endete mit 21 Jahren, mit der Geburt meines ersten Sohnes, noch bevor es richtig begann. Diese frühe Familiengründung war damals wie heute die richtige Entscheidung für mich.
 

Jetzt sind Sie dran!


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