7 KI-Tricks, die Sie kennen sollten
KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Copilot sind in vielen Büros angekommen. Die einen nutzen sie bereits rege, andere sehen noch kaum eine Verwendungsmöglichkeit darin. Dabei sind diese KI-Tools längst mehr als nur Chatbots. Sie sind zu Assistenten für ganz bestimmte Aufgaben geworden. Wer die richtigen Tricks kennt, arbeitet schneller und kreativer.
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Bevor es losgeht: der Sicherheits-Basis-Trick
Bevor Sie KI-Tools im Büro oder privat nutzen, lohnt sich ein kurzer Blick in die Einstellungen. Das ist vielleicht nicht der spannendste Trick, aber einer der wichtigsten. Viele KI-Tools bieten Datenschutzoptionen an. Um diese zu nutzen, müssen Sie ein Konto erstellen und sich einloggen. Suchen Sie nach Punkten wie «Das Modell für alle verbessern» oder ähnlich formulierten Einstellungen. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Eingaben zum Trainieren der Modelle verwendet werden, also dass Ihre Daten in die Tools einfliessen und von Ihnen nicht mehr gelöscht werden können, schalten Sie diese Funktion aus.
Auch bei Microsoft 365 und Copilot lohnt sich ein Blick in die Einstellungen. Nicht jede Version bietet dieselben Funktionen, und gerade im privaten Bereich sind nicht alle Datenschutzoptionen automatisch optimal eingestellt. Prüfen Sie zum Beispiel unter «Datei > Konto > Kontodatenschutz > Einstellungen verwalten», welche Daten freigegeben werden.
Die einfache Regel lautet: Nutzen Sie keine KI-Tools, die keine klaren und nachvollziehbaren Datenschutzeinstellungen anbieten. Selbst wenn diese vorhanden sind, gilt: Geben Sie keine sehr vertraulichen Daten ein. Arbeiten Sie stattdessen mit Platzhaltern oder anonymisierten Beispielen. So bleiben Sie auf der sicheren Seite.
Clevere KI-Prompting-Tricks
1. Eine Geburtstagskarte designen
Mit ChatGPT können sehr persönliche Karten gestaltet werden. Dafür müssen Sie kein Designer sein, es reicht eine gute Idee. Je ausführlicher Sie diese beschreiben, desto besser wird das Ergebnis.
Beispiel: «Erstelle eine Geburtstagskarte im Stil einer Bleistiftzeichnung für unseren Teamkollegen Köbi. Er liebt Berge, Wandern und Gitarre spielen. Gestalte die Karte freundlich und persönlich. Text: ‹Lieber Köbi, alles Gute zum Geburi! Deine Teamkolleginnen Marie, Sandy und Sofie. ›»
2. Handschriftliche Texte digitalisieren
Viele Menschen schreiben Notizen gerne von Hand. Wussten Sie, dass man genau solche Zettel mit der App von ChatGPT fotografieren und digitalisieren kann? Dabei brauchen Sie nicht mal allzu leserlich zu schreiben. Testen Sie es aus.
Beispiel: Fotografieren Sie Ihren Notizzettel mit der App von ChatGPT und fügen Sie folgenden Prompt hinzu: «Dies sind meine Notizen für die neue Hausordnung. Bitte schreibe sie in ganzen Sätzen und mit den entsprechenden Bullet Points. Füge auch weitere Punkte hinzu, die ich hier vergessen habe, und markiere diese fett.»
3. Schwierige Texte erklären lassen
KI kann Fachbegriffe, Behördenbriefe, Versicherungsunterlagen oder technische Anleitungen verständlicher machen. Laden Sie den Text hoch und bitten Sie die KI um eine einfache Erklärung. Beispiel: Erkläre mir diesen Text so, dass ihn eine Person ohne Vorwissen versteht.
4. AGB zusammenfassen lassen
Wer liest schon gerne Allgemeine Geschäftsbedingungen? Dabei wäre es wichtig zu wissen, was mit den eigenen Daten passiert, ob Kosten entstehen oder ob ein Abo automatisch verlängert wird. Hier kann KI helfen: Laden Sie den Link zu den AGB hoch und lassen Sie sich die wichtigsten Punkte verständlich zusammenfassen.
Wichtig bleibt: KI kann Fehler machen oder etwas übersehen. Bei heiklen Verträgen oder rechtlichen Fragen ersetzt sie keine Fachperson. Trotzdem ist eine gute Zusammenfassung oft besser, als die AGB gar nicht zu lesen.
Beispiel: «Fasse diese AGB für mich verständlich zusammen. Achte besonders auf Datenschutz, Kosten, automatische Verlängerungen, Kündigungsfristen und Punkte, die für mich nachteilig sein könnten.»
5. Eine heikle E-Mail entschärfen lassen
Manchmal ärgert man sich so sehr, dass es schwierig ist, eine sachliche E-Mail zu verfassen. Wie gut tut es dann, einer KI alles so zu erklären, wie man es gerade empfindet. Die KI übernimmt danach das Entschärfen des Textes.
Beispiel: «Kannst du mir daraus bitte eine sachliche und professionelle E-Mail formulieren?»
6. Kleine Computerprobleme selbstständig lösen
Statt kryptische Fehlermeldungen zu googeln, kann man einen Screenshot der Fehlermeldung in die KI hochladen und sich Schritt für Schritt erklären lassen, was zu tun ist.
Wichtig: Die KI ersetzt keinen umfangreichen IT-Support, kann aber erste Hilfe leisten.
Beispiel: «Ich habe ein PC-Problem. Erkläre mir anhand dieses Screenshots in einfachen Worten, was die Meldung bedeutet und was ich Schritt für Schritt tun kann, um den Fehler zu beheben.»
7. Rezepte aus vorhandenen Zutaten erstellen
Privat sehr beliebt: Man gibt ein, was noch im Kühlschrank liegt, und erhält Rezeptideen. Auch mit Vorgaben wie vegetarisch, schnell oder günstig.
Beispiel: «Ich habe noch Folgendes zu Hause: Tomaten, Eier, Kartoffeln, gefrorenen Lachs und Käse, plus das, was man normalerweise im Vorrat hat. Ich möchte für 4 Personen ein schnelles Abendessen kochen. Gib mir 3 Vorschläge. Sobald ich gewählt habe, gib mir das Rezept.»
Müssen wir in Zukunft überhaupt noch denken?
Ja, auf jeden Fall braucht es einen kritischen, kreativen und cleveren Menschen dazu. KI ist nur ein Werkzeug. Wer Phantasie, Wortgewandtheit, Lebenserfahrung und kritisches Denken hat, ist hier im Vorteil. KI-Tools können halluzinieren. Um die Resultate zu hinterfragen, braucht es kluge Menschen. Diese Stärken waren früher schon wichtig, heute werden sie noch wichtiger. Daher: Die Intelligenz sitzt immer noch vor dem PC!
Workshop: «Prompts, die in jeder KI funktionieren»
Mehr von Corina Zingg gibt es an ihrem Workshop am Assistants' Day 2026. Sie erklärt Ihnen, wie stark das Ergebnis vom Prompt abhängt und wie Sie es gezielt beeinflussen können. Somit holen Sie mehr aus Ihren bestehenden KI-Tools heraus und übertragen das Gelernte direkt auf Ihren Arbeitsalltag. Sie erzielen bessere Resultate mit den Tools, die Sie bereits nutzen.
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