Was wurde eigentlich aus... Janine Abplanalp?
Janine Abplanalp zierte das Cover des Miss Moneypenny-Magazin 4/2015. Dazumal arbeitete Sie als Assistentin beim Solarproduzenten Meyer Burger. Dem Assistenzberuf ist sie weitestgehend treu geblieben, findet heutzutage aber noch in zwei weiteren Jobs Erfüllung.
Foto: zVg
Janine Abplanalp ist dem Assistenzberuf weitestgehend treu geblieben: 2017 wechselte sie von der Meyer Burger AG zur Spital STS AG in Thun. Nach einem kurzen Abstecher 2021 in die Kundenbetreuung einer Krankenkasse ist seit 2023 aber wieder als Assistentin tätig.
Die Tausendsassa findet aktuell in drei Jobs ihre Erfüllung: als CEO-Assistentin AGFS + RTVA bei der Admeira (seit 2023), als Energetische Tiertherapeutin und Tierkommunikatorin (seit 2019) und als Unternehmerin im Weiterempfehlungsmarketing für Aloe Vera-Produkte.
Sie sind seit 2008 Assistentin, waren jedoch von 2021 bis 2023 als Kundenberaterin bei einer Krankenkasse tätig. Was können Sie uns über diesen Wechsel verraten?
Der Wechsel erfolgte in einer Phase, in der ich bewusst prüfen wollte, ob ich mich beruflich neu ausrichten möchte. Nach vielen Jahren in der Assistenz war es mir wichtig, nochmals eine andere Perspektive einzunehmen und meine Beratungskompetenz – basierend auf meiner Banklehre und meiner früheren Tätigkeit als Kundenberaterin – gezielt einzusetzen. Diese Zeit war durchaus spannend, sie hat mir jedoch auch klar aufgezeigt, wie sehr mir die strategische, vielseitige und anspruchsvolle Rolle als CEO-Assistentin entspricht. Ich liebe es, auf C-Level mitzudenken, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten zu setzen und im Hintergrund dafür zu sorgen, dass im Vordergrund Exzellenz möglich ist.
Wie sah der Weg zurück in die Assistenz für Sie aus?
Ich habe gezielt nach einer Position gesucht, in der ich meine Erfahrungen und Stärken in einem Teilzeitverhältnis einbringen kann. Mit meiner heutigen Teilzeitanstellung als CEO-Assistentin AGFS + RTVA bei der Admeira AG habe ich genau dieses Umfeld gefunden: ehrlich, dynamisch und auf Augenhöhe. Für mich ist die Assistenz kein «Job», sondern eine verantwortungsvolle Schlüsselrolle.
Aktuell teilen Sie Ihre Zeit u.a auf drei Projekte auf: Ihre Teilzeitanstellung als CEO-Assistentin AGFS + RTVA bei der Admeira AG, als Energetische Tiertherapeutin und Tierkommunikatorin und als Teamleiterin im Weiterempfehlungsmarketing. Welche Aufgabe fordert Sie am meisten heraus?
Ausgabe 4/2015 (Bild: Archiv)
Die grösste Herausforderung liegt weniger in einer einzelnen Aufgabe, sondern in der bewussten Steuerung meiner unterschiedlichen Rollen. Jede Tätigkeit bringt eigene Anspruchsgruppen, Erwartungen und Dynamiken mit sich – von der Geschäftsleitung über Tierhalterinnen und Tierhalter bis hin zu meinem Team im Marketing. Es erfordert ein hohes Mass an Selbstführung, Klarheit und Struktur, diese Welten professionell zu verbinden. Ich durfte lernen, Prioritäten konsequent zu setzen und transparent zu kommunizieren. Dass mein Team oder meine Kundschaft an Tagen im Angestelltenverhältnis nicht immer sofort eine Antwort erhalten und manchmal bis zum nächsten Tag warten müssen, ist Teil dieses Learnings und für mich nicht immer einfach.
Wie sind Sie darauf gekommen, Tierkommunikation und Energetische Tiertherapie anzubieten? Was für Fähigkeiten muss man dafür mitbringen?
Die Idee entstand durch eine persönliche Situation: Wir standen vor der Entscheidung, eine blinde Katze bei uns aufzunehmen, und ich suchte nach einer Möglichkeit, sie bestmöglich zu unterstützen. So kam ich erstmals mit der Tierkommunikation in Berührung und besuchte einen Basiskurs bei meiner späteren Ausbildnerin. Was als eintägiger Kurs begann, entwickelte sich zu einer zweijährigen Ausbildung in «Tierkommunikation und Energiearbeit». Einige Jahre später folgte die Ausbildung zur Energetischen Tiertherapeutin, weil ich den Wunsch hatte, Tiere auch direkt vor Ort ganzheitlich zu begleiten – körperlich wie emotional.
Neben einer seriösen und fundierten Ausbildung braucht es aus meiner Sicht vor allem Tierliebe, Offenheit für die feinstoffliche Welt, Empathie und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Für mich ist diese Arbeit kein esoterisches Hobby, sondern eine achtsame, strukturierte und respektvolle Begleitung von Tier und Halter.
Dienen Ihnen diese Fähigkeiten auch im Assistenzalltag?
Vermutlich ja. Meine Sensitivität hilft mir, Stimmungen, Spannungen oder unausgesprochene Themen früh wahrzunehmen. In der Assistenz ist das sicherlich Vorteil. Und sind wir doch mal ehrlich: Sowohl in der Assistenz wie auch in der Arbeit mit Tieren geht es darum, zuzuhören, empathisch zu sein, auch mal zwischen den Zeilen zu lesen und verantwortungsvoll zu agieren.
Was hat sich in den letzten zehn Jahren im Assistenzberuf verändert?
In vielen Unternehmen scheint mittlerweile angekommen zu sein, dass eine Assistentin auf Geschäftsleitungsebene strategische Partnerin ist, nicht «Vorzimmerdame». Zudem haben Digitalisierung, KI und Remote-Strukturen den Arbeitsalltag stark verändert und Prozesse sind schneller, direkter und komplexer geworden. Gleichzeitig ist das Vertrauen gewachsen, ortsunabhängig zu arbeiten. Moderne Unternehmen messen nicht mehr Präsenz, sondern Wirkung und viele CEOs setzen heute nicht mehr voraus, dass ihre Assistentin 5 Tage die Woche im Büro sitzt und auf Zuruf Kaffee bringt. Das eröffnet neue Möglichkeiten, verlangt aber auch von uns Assistentinnen ein noch höheres Mass an Selbstorganisation und Kompetenz.
2015 spielte Sport eine grosse Rolle bei Ihnen. Ist das immer noch so und welche Sportarten sind in der Zeit allenfalls dazu gekommen?
Sport ist für mich nach wie vor ein zentraler Ausgleich. Er gibt mir Energie, Fokus und hilft mir immer wieder, neue Ideen zu kreieren und Dinge zu überdenken. Aktuell verbringe ich viel Zeit im Fitness Center, mit Yoga oder draussen mit unserem Hund. Gleichzeitig habe ich mir vorgenommen, bald wieder an die Pole oder in eine andere Aerial Sportart zurückzukehren. Diese Kombination aus Kraft, Eleganz und Disziplin fasziniert mich nach wie vor.
Welche Veränderung oder Begebenheit aus den letzten 10 Jahren empfinden Sie als besonders nennenswert?
Privat prägend waren für mich der Hausbau und der Einzug unseres Tierschutzhundes. Beides hat mir nochmals deutlich gemacht, wie wichtig die Übernahme von Verantwortung und vor allem Geduld sind. Diese Erfahrungen haben mich auch unternehmerisch gestärkt. Sie haben mir gezeigt, wie viel möglich ist, wenn man eine klare Vision hat und konsequent Schritt für Schritt vorgeht.
Haben Sie eine Anekdote, die Sie am liebsten auf Partys zum Besten geben?
Ja, davon gäbe es einige... Doch genau hier zeigt sich eine unserer wichtigsten beruflichen Eigenschaften: Diskretion. Als CEO-Assistentin arbeite ich eng mit der Geschäftsleitung zusammen, als Therapeutin und Teamleaderin mit Menschen, die mir viele persönliche Dinge anvertrauen – Vertrauen ist die Basis jeder Zusammenarbeit. Und dieses Vertrauen endet weder an der Bürotür noch an einer Party.
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